Tadaaaa… mein Dirndl

Teil 1 :

Scho zu Weihnachten hab i den Stoff geschenkt bekommen und den Kurs bei der Anni Rothbucher in Obing gebucht.

Am vergangenen Samstag (15.2.) um kurz nach sieben bin ich los, mit Nähmaschine, Sack & Pack. Wäre gar nicht nötig gewesen DENN... Ein Dirndl nähen bedeutet erst moi Handarbeit!

Natürlich steht am Anfang Bügeln (WOW, eine Profi-Bügelstation mit Absaugfunktion is echt beeindruckend!) und der Zuschnitt... Mit Oberstoff, Futterstoff und Vlieseinlage. Mei phantastisch schöner Oberstoff ins grüngrundig mit türkisen/petrolfarbenen Rosen und ziemlich rutschig - das Zuschneiden war genau genommen kein Spaß! 😉

Ist alles zugeschnitten wird die Vlieseinlage aufgebracht mit na Heißpresse... ned nur mit dem Bügeleisen sondern professionell 😉

Und dann geht's los! HEFTEN was das Zeug hält... Denn zuerst wird das ganze Teil geheftet, dann anprobiert und dann ALLES WIEDER AUFTRENNEN (??? das kann ich noch nicht glauben !!! ) und nähen.

Ich bin gespannt!

Denn i bin von de neun Teilnehmerinnen aller Altersklassen (die Jüngste saß noch nie an der Nähmaschine und näht ihr Dindlkleid für die Firmung - sehr beeindruckend! Sie ist 14 und ein Naturtalent. Die Älteste schätze ich auf Ende 60/Anfang 70) ... also von allen neun bin i gefühlt die LANGSAMSTE! Andere haben scho den Rock gefältelt und mei Oberteil ist ned moi fertig geheftet - geschweige denn genäht & paspuliert. I war scho ganz deprimiert...

Bis Anni dann sagte i hab mir aber auch a Schmankerl ausgesucht mit meinem Spenzer (Oberteil). In der selben Zeit in der Sie ein solches näht näht man auch ein ganzes einteiliges Dirndl. Also bin i leicht beruhigt aber i frag mi ob i an den 4 Samstagen überhaupt fertig werden kann??? 

Aber des werden wir sehen! 

Die Gemeinschaft ist total nett, die Teilnehmer teilen sich untereinander die Verpflegung auf und wir haben Mittags bei strahlendem Sonnenschein Gulaschsuppe und Kuchen auf der Terasse gegessen! 

Teil 2:

Letztes Mal war Anprobe des gehefteten Oberteils und es saß wie angegossen!!! Bis auf die Schultern, die musste ich etwas kürzer machen und den Ausschnitt haben wir an die Dirndl-Bluse angepasst. Taille etc. waren PERFEKT, was bei sonst keinem der Fall war - das hat mich dann auch stolz gemacht.

Teil 3:

Das Dirndlkleid (is des a korrekte Übersetzung?!) nimmt Form an! Es wurde paspuliert, gemessen, angepasst uvm. 

Und Hausaufgabe ist u.a. die Schürze, denn nächsten Samstag ist schon der letzte Kurstag. I hoff i schaff da alles fertig zu machen?!

Jahaaa! Die Schürze wird HANDGEREIHT... Dazu näht ma auf de Rückseite an Karostreifen und dann geht's munter los... 

1.700mm Schürzlbreite : 3mm Kästchenbreite = 566 Stiche in der Reihe... Reihe um Reihe beim Reihen.

Jetzt noch 4 Reihen - bedeutet 4 Stunden. Naja 8 hab i ja scho!!! 😉

FAZIT:

Es war ein Ewigkeitswerk und eins steht fest: der Dirndl-Näh-Virus hat mi NICHT infiziert! Also i find es den Hammer und i bin sehr stolz dass es so perfekt geworden is. Aber soooo viel Arbeit! Unfassbar. Und so viel mit der Hand nähen. Des macht mir jetzt nur so Mittel-Spaß 😉

Aber schaut's euch einfach die Buidln an von meinem 3-Teiler mit Spenzer, Rock & Schürze.

Hut ab vor allen Dirndl-Schneiderinnen 🙂

Und jetzt ab damit zu RUMS!

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